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Was mache ich, wenn ich ein Wildtier gefunden habe?

Immer wieder kommt es vor, dass Tierfreunde beim Spaziergang oder in ihrem Garten Wildtiere entdecken. Wer ein Wildtier findet, sollte zuallererst klären, ob es tatsächlich Hilfe benötigt. Dazu beobachtet man das Tier am besten eine Weile aus sicherer Entfernung. Sicher bedeutet in diesem Fall, dass man den „Findling“ oder sich nähernde Elterntiere nicht verschrecken sollte. Gut gemeinte, aber zu schnelle und unüberlegte Hilfe schadet Wildtieren mehr, als ihnen zu helfen. Ein Tier braucht jedoch immer Hilfe, wenn es verletzt ist oder es sich tatsächlich um ein verwaistes Jungtier handelt. Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um gefundene Wildtiere.

 
Am Boden sitzt ein Vogelküken. Wie kann ich helfen?

Sturmböen oder Gedränge im Nest führen manchmal dazu, dass Vogelbabys herausgeschleudert werden und auf dem Boden landen. Ist das winzige Tier noch nackt, d.h. federlos („Nestling“), ist schnelle Hilfe angesagt. Bitte nehmen sie das Küken an sich (Vorsicht: Es ist nicht nur sehr zerbrechlich, sondern könnte auch verletzt sein). Anschließend sollte das Küken warmgehalten werden (nicht zu heiß!). Bitte geben Sie dem Tier kein Wasser in den Schnabel, dies führt leider fast immer zu einer tödlichen Lungenentzündung. Holen Sie sich unbedingt zuerst telefonisch fachkundige Hilfe, bevor Sie das Tier füttern (Tierheim Düren, Tel. 02421-998550 oder NABU, Tel. 0179-5454870). Zuerst muss bestimmt werden, ob das Vogelküken ein Körner- oder Insektenfresser ist. Falsches Futter kann tödlich für den Nestling sein! Schnelles Handeln ist gefragt, da die Tiere innerhalb weniger Stunden verhungern können. Nehmen Sie noch während der Erstversorgung Kontakt mit den o.g. Stellen auf. Bei Tauben kann außerdem die Kölner Taubenhilfe e.V. (Tel. 0177-4041067) beraten.
Wenn das Vogeljunge bereits befiedert ist, werden die Elterntiere es unter Umständen an einen gesicherten Ort (z.B. unter Sträuchern) bringen und sich weiterhin darum kümmern. Hier gilt: Das Tier zunächst beobachten und erst bei Bedarf helfen! Bitte beachten Sie, dass die Elterntiere womöglich länger auf Futtersuche sind und nur alle paar Stunden zurückkommen um ihr Junges zu füttern. Gleiches gilt für so genannte „Ästlinge“, die häufiger allein auf Ästen oder am Boden angetroffen werden. Ästlinge haben ihr Nest naturgemäß bereits verlassen und sind voll befiedert. Während sie erste Flugversuche unternehmen, werden die Jungvögel von ihren Eltern beobachtet und ebenfalls versorgt. Sie sind in der Regel nicht hilfsbedürftig.

Letztes Update am 21.04.2021

 
Was mache ich, wenn ich ein Eichhörnchenjunges gefunden habe?

Verwaiste Eichhörnchenkinder laufen oft Menschen hinterher, dies ist ein natürlicher Instinkt und kein Anzeichen für Tollwut. Das Tier benötigt in diesem Fall Hilfe. Wer ein sehr kleines Tier findet, das eventuell noch die Augen geschlossen hat oder sogar nackt ist, muss schnell handeln. Während Sie das Tier warmhalten, sollten Sie sofort unser Tierheim (02421-998550) oder den NABU (Tel. 0179-5454870) kontaktieren.

Letztes Update am 21.04.2021

 
In meinem Garten hält sich tagsüber ein Igel auf. Braucht das Tier Hilfe?

Besonders junge Igel sind auch zu unüblichen Zeiten unterwegs um genügend Futter zu finden. Macht der Igel einen fitten und gesunden Eindruck, können Sie ihn täglich mit etwas hochwertigem Katzenfutter und Wasser (keine Milch!) unterstützen. Wirkt der Igel kränklich oder mager, ist er verletzt oder humpelt, braucht er Hilfe. Wenden Sie sich in diesen Fällen bitte an die Igelnothilfe (Tel. 04186-8958684) oder an unser Tierheim (02421-998550).  

Letztes Update am 30.03.2021

 
Ich habe am Straßenrand ein angefahrenes Rehkitz entdeckt. Was kann ich machen?

Bitte wenden Sie sich sofort an einen Tierarzt oder eine Tierklinik. Nicht immer ist bei uns im Tierheim ein Tierarzt vor Ort und das Tier verliert wertvolle Zeit!

Letztes Update am 21.04.2021

 
Ein junger Feldhase sitzt schon seit Stunden alleine im Gras. Braucht er Hilfe?

Bitte beachten Sie, dass Wildkaninchen und Feldhasen oft nur 1-2 mal am Tag von der Mutter aufgesucht und gesäugt werden. Dass die Jungen „sich selbst überlassen sind“ ist normal. Die Tiere sollten nur aufgenommen und angefasst werden, wenn sie kränklich oder mager wirken.

Bitte versuchen Sie zunächst herauszufinden, ob es sich um einen Feldhasen oder ein Wildkaninchen handelt. Feldhasen brauchen keine Wärmequelle, sie überhitzen schnell und trocknen aus! Handelt es sich um ein Wildkaninchen, sollte es in einer Box mit Handtüchern und einer Wärmflasche gesichert werden. Man kann versuchen dem Tier ein paar Tropfen Wasser oder verdünnten Fenchel- oder Kamillentee anzubieten, allerdings nicht unter Zwang einflößen, da die Tiere sich schnell verschlucken können (Gefahr einer Lungenentzündung). Bitte nehmen Sie noch während der Erstversorgung Kontakt mit unserem Tierheim (02421-998550) oder dem NABU auf (Tel. 0179-5454870).

Wenige Wochen alte Feldhasen haben ein krauses Fell in unterschiedlichen Brauntönen. Ihre Iris ist bernsteinfarben und die Ohren sind an der Spitze schwarz. Das Fell kleiner Wildkaninchen ist einfarbig graubraun und wenig strukturiert. Die Ohren sind ebenfalls einfarbig graubraun und die Iris ist schwarzbraun.

Letztes Update am 21.04.2021